Wie kannst und willst du in der Welt wirken?

ikigai icon skilltree personalskilltree

Was du auf der Suche nach einem NGO-Job nicht vergessen solltest.

Du möchtest etwas bewegen in der Welt. Willst wirken, einen Unterschied machen, etwas verbessern, verändern. Auf dem Weg fragst du dich vielleicht: „Welche NGO arbeitet mit meinem Thema –und welches wäre das? In welcher Rolle kann ich einen wertvollen Beitrag leisten?“ In diesem Artikel stellt Kompetenzberaterin Kerstin von skill tree dir drei Zugänge vor, die du bei der Suche nach einem passenden Job nicht vergessen solltest.

Auf der Suche einem passenden NGOJob scannen wir oft Stellenanzeigen nach ihren Anforderungen: Was wird von mir erwartet? Dabei kann es vorkommen, dass wir ins Zweifeln und Grübeln geraten. Bin ich wirklich gut genug für diese Stelle? Bringe ich die erforderlichen Kompetenzen wirklich mit?

Besonders, wenn es sich um eine scheinbare Traumtätigkeit handelt, kommen wir gerne ins Zögern – schließlich wollen wir uns nicht blamieren, wollen einen guten Eindruck machen. Um aus dem Grübeln ins Tun zu kommen und dich zu bewerben, lohnt sich ein Perspektivenwechsel.

Zugang I -Stärkenorientierung

Anstatt den Fokus auf die Anforderungen in Stellenanzeigen legen, orientierst du dich bei diesem Zugang an deinen Stärken. Probiere es doch jetzt direkt aus: Richte deinen Blick nur 20 Minuten lang nicht auf die möglichen Erwartungen, sondern auf dich und deine Stärken.

  • Wobei fragen andere um deine Unterstützung?
  • Worin könntest du spontan morgen einen Workshop geben? Einen Text schreiben? Einen Vortrag halten?
  • Für welches Kommunikationsformat würdest du dich entscheiden (schreiben, moderieren, vortragen, auf Menschen zugehen, anrufen, recherchieren und zusammenfassen, etc.) und warum?
  • Wer könnte nun genau davon profitieren?

Oft lassen wir uns von bestimmten (Fach)begriffen abschrecken, glauben, wir sprechen nicht die passende Sprache. Nehmen wir an, dem ist so: Sprachen (auch Branchensprachen) können wir lernen. Nach dieser Übung widme dich erneut deiner Stellenanzeige mit der Haltung:

Wie könnte die NGO deiner Wahl von deinen Stärken profitieren?

Zugang II –Bedarfsorientierung

Genau diese Fragestellung steht im Zentrum des zweiten Zugangs, der Bedarfsorientierung. Hier ist das Ziel, deinen Fokus weg vom unsicheren „Bin ich gut genug für diesen Job?“ hin zum bedarfsorientierten „Was wird gebraucht?“ zu lenken.

Heruntergebrochen gilt auch in der Personalauswahl das Prinzip von Angebot und Nachfrage: Je mehr Bedarf für bestimmte Tätigkeiten vorhanden ist, desto mehr werden auch bestimmte Kompetenzen und Tugenden nachgefragt.

Befindet sich die NGO in ihrer Gründungs- oder einer (erneuten) Orientierungsphase, so braucht sie starke Konzepter*innen:

  • Menschen, die gern in die Tiefe gehen, um sich Strategien und Konzepte zu überlegen,
  • bzw. diese gemeinsam mitanderen zu erarbeiten.

Hier sind neben Neugier und Lernbereitschaft vor allem Methodenkompetenzen gefragt. Durch die steigende Geschwindigkeit der sich ändernden äußerlichen Gegebenheiten steigt auch der Bedarf an agilen Methoden.

Befindet sich eine NGO in einerbWachstumsphase, möchte ihre Reichweite steigern, so braucht sie tatkräftige Kommunikator*innen:

  • Menschen die gern zum Telefon greifen, um Netzwerkkontakte zu knüpfen,
  • oder Menschen, die gern und gut schreiben können, um Magazine mit spannenden Inhalten zu füllen,
  • und viele mehr.

Kommunikationsrollen sind vielfältig, hier ist meist für jeden Persönlichkeitstyp (introvertiert, extravertiert) etwas dabei. Das Bedürfnis nach Austausch sollte hier in netzwerk- oder verkaufsorientierten Rollen groß sein, jenes sich treffend auszudrücken oder etwas in eine schöne Form zu gießen in gestalterischen Rollen.

Auf die Metaebene gehoben lohnt sich die Perspektive der Bedarfsorientierung ebenso: Was wird in der Welt gebraucht? Wo liegen aktuelle Herausforderungen, wohin könnten sich diese Herausforderungen entwickeln, welcher Bedarf wird dadurch vermehrt entstehen? Wie könntest du hier unterstützen?

Zugang III –Leidenschaftsorientierung

Den dritten Zugang lassen wir Weltverbesserer zu oft außer Acht. Wir wollen etwas bewegen in der Welt, verbessern, wirken – dabei vergessen wir jedoch häufig, dass die größte Wirkung aus unserer Leidenschaft und Leichtigkeit entsteht:

  • Was macht dir Freude?
  • Was machst du einfach unglaublich gern?
  • Wobei vergisst du die Zeit?

Ja, Arbeit darf nicht nur Spaß machen, sie soll auch immer wieder Spaß machen, darf auch leicht sein. Um langfristig und nachhaltig zu wirken, muss deine Motivation für eine Tätigkeit aus deinem tiefsten Inneren kommen. Erst, wenn du selbst in deiner Kraft bist, kannst du andere wirksam unterstützen.

Deine goldene Mitte

ikigai icon skilltree personalskilltree

Diese drei Zugänge, die Stärkenorientierung, die Bedarfsorientierung, wie auch die Leidenschaftsorientierung sollten dich auf der Suche nach deinem passenden Job begleiten. Die Schnittmenge genau dieser drei Zugänge ist deine goldene Mitte:

Ich wünsche dir viel Freude und alles Gute auf dem Weg zu deiner goldenen Mitteund deinem passenden Job!


Du wünschst dir Unterstützung auf deinem Weg? Bis 31. Oktober 2020 kannst du dir mit dem Herbstangebot „Stärkenorientierung durch Blätter sammeln“ noch eine Investition in deine Zukunft gönnen. Mehr Informationen findest du auf www.personalskilltree.com, bei Fragen wende dich einfach direkt an Kompetenzberaterin Kerstin.