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Eis auftauen, nicht brechen – Genderkompetenz in der afghanischen Community

speaker
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Am 20. März fand die Präsentation der VIDC Studie “The perception of gender relations and gender-based violence of Afghans living in Austria” statt. NGOJobs war mit dabei, berichtet über die Veranstaltung und stellt den Verein „Neuer Start“ vor.

Obwohl der Titel der Veranstaltung bereits im Vorfeld eine spannende Diskussion versprach, brachte der Abend noch dazu eine große Menge Frauen Empowerment und gesprengter (sexueller) Konzepte mit sich.

Die gewählten Podiumsgäste boten einen großen Facettenreichtum und kamen aus den unterschiedlichsten Bereichen. Im Podium befanden sich ein Wissenschaftler (Hr. Ali Ahmad), ein Kulturarbeiter (Hr. Philipp Leep – Verein „POIKA“), ein ehemaliger Flüchtling und Organisationsgründer (Hr. Shokat Ali Walizadeh – Verein „Neuer Start“) und eine Soziologin und Mitarbeiterin bei VIDC (Fr. Nadja Schuster).

Hauptthemen des Abends waren:

  • die Förderung von Frauen-Empowerment
  • die Veränderung der (traditionellen) Geschlechterverhältnisse und
  • die Verminderung von männlicher Gewalt gegen Frauen

Im Zuge des Abends wurden die Forschungsergebnisse von Herrn Ali Ahmad präsentiert, der sich im Zuge seiner Studie mit der Wahrnehmung von Geschlechterbeziehungen auseinandergesetzt hatte, im Detail mit gepflogenen Geschlechterrollen, Stereotypen, Hierarchien und genderbasierender Gewalt.

Die Studie berücksichtigte auch Gewaltanwendung in Schulen (in Afghanistan) unter anderem durch den Einfluss der strikten islamischen Regierung (in der Regierungsperiode 1996 – 2001), welche die Entwicklung des afghanischen Bildungswesens maßgeblich beeinflusste.

Die InterviewpartnerInnen setzten sich aus unterschiedlichen Altersgruppen (17 – 40 Jahren), Beziehungsstatus (verheiratet, unverheiratet, alleinstehend), Zugehörigkeiten zu ethnischen Bevölkerungsgruppen (Paschtunen, Hazara, Tadschiken, Usbeken), und Muttersprache (Paschtu und Dari) zusammen.

Der Abend entfachte neben der Präsentation der Forschungsergebnisse einige hitzige Debatten, da unter anderem Themen wie Sexualverhalten bzw. kulturelle Hintergründe von sexuellen Gepflogenheiten, Pädophilie, sexuelle Befriedigung und Homosexualität angesprochen/aufgeworfen wurden.

Die Reaktionen des Publikums waren sehr positiv, insbesondere einige der anwesenden, jungen AfghanInnen zeigten sich sehr offen dem Thema Sexualität gegenüber und sprachen direkt einige Punkte wie Homosexualität an.

Auch junge afghanische StudentInnen meldeten sich zur Wort und zeigten, dass sie Frauen-Empowerment bereits durch ihren Zugang zu universitärer Bildung ausleben.

Optimismus wurde spürbar, da sich die Wahrnehmung von Rollenbildern und die Einstellung zu Sexualität eben durch Empowerment und Bildung positiv verändern konnten.


Wir von NGO Jobs möchten nach dieser gelungenen Veranstaltung die Gelegenheit nutzen, den Verein „Afghanische Jugendliche – Neuer Start in Österreich“ (Gründer Hr. Shokat Ali Walizadeh) näher vorzustellen.

Der gemeinnützige Verein wurde im Oktober 2010 gegründet. Mitglieder des Vereins sind Jugendliche, die selbst Fluchterfahrung haben.

Ziel der NGO ist die Unterstützung von jungen Flüchtlingen, die mit oder ohne Familie in Österreich sind, in Bezug auf Integration in die österreichische Gesellschaft, Arbeitsmarkt und Bildungssystem.

Insbesondere möchten die Mitglieder:

  • die Chancenvielfalt für Jugendliche mit Migrationshintergrund erweitern
  • Einstellungen, Methoden und Kenntnisse zur Förderung und Stärkung des interkulturellen Dialogs entwickeln
  • die Mitarbeit der Jugendlichen in verschiedenen Bereichen wie Sport, Schule, Kultur und Kunst fördern

Der Verein wird vorwiegend durch Mitgliedsbeiträge und Spenden finanziert.

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