A law degree and the non-profit scene don't go together? Not at all!
Last Tuesday at the Vienna Juridicum, many interested listeners were able to see for themselves that there are also exciting career opportunities for lawyers in NGOs.
Im Vortrag „Rechtsberufe abseits der klassischen Pfade“ informierte NGOJobs-Gründer Ferdinand Lischka nicht nur über seinen eigenen „Zick-Zack“-Werdegang, sondern auch, wie er als Jurist die Arbeitsatmosphäre in gemeinnützigen Organisationen erlebt hat. Die Fragen der Studierenden im Anschluss zeigen von großem Interesse.

The panel discussion that followed went into even more detail on the topic. The non-profit organizations VertretungsNetz, Volontariat bewegt, NGOJobs.eu and Amnesty International Austria were represented on the podium and their employees - all graduates of the law studies at the Juridicum - discussed working as a lawyer in non-profits together with Alexander Nagel from Uniport.
Panel guests
- Ferdinand Lischka (Managing Director of NGOJobs.eu and former legal advisor at Diakonie Flüchtlingsdienst)
- Johannes Ruppacher (Managing Director of Volontariat bewegt, a program that offers volunteer services abroad in Africa, Asia and Latin America)
- Lukas Gahleitner (Advocacy Officer at Amnesty International Austria, human rights organization)
- DSA Monika Rott (Head of Division at VertretungsNetz - Adult Representation, Guardianship and Resident Representation)
Working conditions for lawyers in non-profits
The working conditions for lawyers who work in a traditional law firm and those who work in associations and social organizations differ in some respects.
Das Einstiegsgehalt sei grundsätzlich in einer NGO vergleichbar wie in einer Kanzlei, sind sich unisono Ferdinand Lischka und Lukas Gahleitner einig. Dennoch: „Die Luft nach oben hin wird dünner und Gehaltssprünge weniger hoch.“
Arbeitszeiten. Auf die Frage, ob das Licht im Büro wirklich nicht vor 20 Uhr ausgehen würde, beruhigt Johannes Ruppacher das Publikum: „Grundsätzlich arbeite ich circa 30 Stunden pro Woche, wobei wir an zahlreichen Wochenenden pro Jahr Seminare für unsere VolontärInnen anbieten. In diesen Wochen komme ich schon mal auf 50-60 Arbeitsstunden.“ Natürlich gäbe es auch Zeiten, in denen viel mehr Leistung erbracht werden müsse: „Wenns sein muss, gibts auch mal kein Wochenende und keine Feiertage, aber nicht, weil die Organisation das von uns verlangt, sondern weil wir etwas weiterbringen wollen.“
Career entry in social organizations
What tips do the experts have for law students who want to pursue a career in the non-profit sector?
Laut Ferdinand Lischka sollte man sich über die Arbeitsbedingungen und Unterschiede zu einer „klassischen juristischen Laufbahn“ im Klaren sein: „Man muss sich selbst fragen, was einem wichtig ist. Eine persönliche Pro- und Kontra-Liste kann helfen, Prioritäten zu setzen und den Überblick zu bewahren.“

Monika Rott vom VertretungsNetz betont einen wichtigen Punkt: „Soziales Engagement – egal in welchem Bereich – ist für uns sehr wichtig.“ Jobsuchende sollten schlüssig argumentieren können, warum sie in einer sozialen Organisation tätig werden möchten. Volunteering oder Praktika – sei es im juristischen oder nicht-juristischen Bereich – sind hier eine gute Einstiegsmöglichkeit. Viele Organisationen, so auch Amnesty International, bieten Studierenden ehrenamtlich organisierte thematische Gruppen an. Diese sind eine gute Möglichkeit, erste Kontakte zu knüpfen und sich Wissen anzueignen.
Law as a solid basic education
Johannes Ruppacher ist der einzige Jurist in seiner Organisation, seine akademische Ausbildung habe ihm auch zur Stelle als Geschäftsführer geholfen. „Das war ein Alleinstellungsmerkmal“, resümiert er. Mehrere der Podiumsgäste betonen, dass man als JuristIn eine gute Grundausbildung habe und über wichtige Kenntnisse verfüge, z.B. um Stellungnahmen, Verträge und Gesetzesänderungen besser verstehen und darauf reagieren zu können. „Es gibt zahlreiche offene Fragen zu neuen Gesetzen und -entwürfen. Das sind dann Gustostückerl, in die man sich als JuristIn richtig hineintigern kann.“ (Ruppacher)
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