Elisabeth aus Österreich, Job bei Claim Allianz in Berlin

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Dieser Blog-Beitrag ist Teil einer Reihe persönlicher Artikel, die von Teilnehmer*innen unseres Stipendienprogramms NGOJobs for Europe verfasst wurden. Wenn du ins Ausland gehen möchtest, um eine neue Stelle oder ein neues Praktikum zu beginnen, kannst du dich hier für das Stipendium bewerben.

Von Wien nach Berlin

Der Umzug von Berlin nach Wien fiel mir einerseits schwer, weil ich doch gute Freund:innenschaften zurückließ. Andererseits erwartete mich in Berlin eine pulsierende Großstadt mit vielfältigen Szenen und kulturellen Angeboten sowie einem spannenden Job.

Zudem waren einige Personen aus meinen Bekanntenkreis nach Berlin gezogen sind, die mich bei meiner Herkunft sehr herzlich in ihr Leben aufnahmen. Diese Umstände und dass Berlin kulturell Wien sehr ähnlich ist, erleichterten es mir in Berlin anzukommen und einen Platz zu finden.

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Meine Arbeit bei Claim Allianz

Bei Claim Allianz bin ich seit Mitte September 2021 für die Leitung des Community basierten Monitorings zuständig.

Das Projekt hat zum Ziel antimuslimischen Rassismus bundesweit, flächendeckend und einheitlich zu erfassen.

Wieso ist das wichtig?

Antimuslimisch motivierte physische und psychische Übergriffe und Diskriminierungen im Bildungsbereich, im Gesundheitswesen, auf dem Wohnungsmarkt und Arbeitsmarkt und im öffentlichen Raum sind seit Jahren auf einem hohen Niveau. Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat in Deutschland registrierte 2020 bundesweit mindestens 901 islamfeindliche Straftaten (vorläufiger Stand)[1]. Eine Erhebung der European Union Agency for Fundamental Rights (FRA) lässt eine jedoch weitaus höhere Dunkelziffer annehmen. Registrierte Fälle sind als eine Spitze des Eisbergs antimuslimischer Straftaten einzuordnen, die Muslim*innen und als Muslim*innen gelesene Menschen täglich erleben.

Antimuslimisch motivierte Übergriffe und Diskriminierungen sind demnach ein alltägliches Problem in Deutschland, die in ihrem Umfang und in ihrer Auswirkung nach wie vor ein hohes Dunkelfeld darstellen. Die Prävention und der Schutz vor antimuslimischen Übergriffen und Diskriminierungen setzt Klarheit über das Phänomen und das tatsächliche Ausmaß voraus. Hierfür sind zum einen ein einheitliches und etabliertes Verständnis von antimuslimischem Rassismus, als auch einheitliche Indikatoren notwendig, die dazu dienen, einen antimuslimischen Gehalt einer Handlung in der Praxis zu identifizieren und einzuordnen. Zum anderen ist hierfür eine systematische, flächendeckende und kohärente Erfassung von antimuslimisch motivierten Vorfällen notwendig. Hier setzt das Community basierte Monitoring an.

Ich bin für den Aufbau einer nationale Kooperationsstruktur zwischen Beratungs- und Dokumentationsstellen verantwortlich. Damit alle nach einem einheitlichen System dokumentieren, koordiniere ich die partizipative Erarbeitung von einheitlichen Standards sowie die Ausarbeitung eines Trainings zu den Themenfeldern Antimuslimischer Rassismus, Intersektionalität und Fallerfassung.

[1]Die Zahl der 901 ist vorläufig, da erfahrungsgemäß Nachmeldungen hinzukommen. Die Zahl der Straftaten ergibt sich aus der Summe der vorläufigen Quartalszahlen für 2020. Die Linksfraktion erfragt diese quartalsweise: Bundestagsdrucksache 19/26359, S. 2; 19/24774, S. 2; 19/22886, S. 2; 19/20631, S. 2.

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