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Die Rolle der NGOs im Hambacher Wald

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Seit vielen Jahrzehnten verschärft sich der Konflikt um ein großes Erdloch und dessen stetige Vergrößerung – der Braunkohletagebau im Rheinland. Immer wieder wurden ganze Dörfer umgesiedelt und Wälder gerodet – oft gegen massiven Widerstand der Bevölkerung und UmweltschützerInnen. Nicht weit gelegen von Köln, in der Niederrheinischen Bucht, befindet sich nun das letzte verbliebende Stück des über 12000 Jahre alten Hambacher Waldes. Viele AktivistInnen leben und protestieren seit nunmehr sechs Jahren in diesem Rest des Waldes. Der Energiekonzern RWE plant und beginnt dieses nun zu roden, um sein Tagebaugebiet auszuweiten.

Hambacher Wald als Wegweiser für zukünftige Energiepolitik

Die UmweltschützerInnen haben sich dort ein Zuhause geschaffen. In den kleinen Communities gibt es etliche Baumhäuser in denen sie leben – hoch oben in bis zu 25 Meter Höhe. Seitdem vor wenigen Wochen die offizielle Räumung des Waldgebietes begonnen hat, spitzt sich der Konflikt zwischen UmweltschützerInnen, Polizei und Sicherheitskräften von RWE weiter zu.

Die Demonstrationen ziehen mittlerweile tausende UnterstützerInnen aus dem Großraum Köln an. Sie möchten ihre Solidarität mit den im Wald lebenden AktivistInnen kundtun und die drohende Umweltzerstörung für den klimaschädlichen Energiegewinn durch Kohle verhindern. Die Eskalation des Konflikts ist in vollem Gange und scheint eine Symbolwirkung zu entwickeln, die wegweisend für die deutsche, vielleicht sogar europäische Energiepolitik ist.

Die Rolle der NGOs 

Im Zuge der Räumungsarbeiten formiert sich vermehrt Widerstand vonseiten der Zivilgesellschaft. Auch NGOs spielen in diesem verhärteten Konflikt eine entscheidende Rolle. Durch Klagen und Petitionen versuchen Umweltschutzorganisationen die Rodung zu stoppen. Wir zeigen euch welche Organisation in welcher Form aktiv ist und wie ihr sie unterstützen könnt.

Der BUND, Campact und Greenpeace sammeln gemeinsam Unterschriften mit der Botschaft “Retten statt Roden”. Konkret fordern alle Unterzeichnenden den Stopp der Rodung und Schutz des Waldes. Denn trotz laufender Verhandlungen der Kohle-Kommission über einen Kohleausstieg soll schon ab Oktober der uralte Hambacher Wald dem Braunkohletagebau weichen.

In der Kohle-Kommission soll der Ausstieg Deutschlands aus der Kohleenergie geregelt werden. Neben VertreterInnen aus Politik und Wirtschaft sind auch Umweltschutzorganisationen mit dabei. Greenpeace, BUND und der DNR setzen sich in Absprache mit den Umweltverbänden für einen schnellstmöglichen Ausstieg ein.

Auch andere NGOs bekunden ihre Solidarität mit den UmweltschützerInnen im Hambacher Forst. Der WWF ruft unter dem Motto #StopptdenWahnsinn zum Twittersturm für den Hambacher Wald auf. Darüber hinaus gibt es zahlreiche BürgerInneninitativen wie die Initiative Buirer für Buir. Zu den vielen Unterstützungsformen des Protests gehören auch Waldführungen, um den Menschen die Einzigartigkeit dieses Waldstücks aufzuzeigen und die Zerstörung zu verhindern.

Außerdem rufen die AktivistInnen von Ende Gelände immer wieder zu kreativen Großaktionen für den Kohleausstieg und Klimagerechtigkeit auf.

Links

Mehr Infos über die Aktionen und Unterstützungsmöglichkeiten rund um den Hambacher Forst gibt es auf https://hambacherforst.org/.

NGOs aus Deutschland, die sich für Umweltschutz einsetzen, findet ihr im NGO-Verzeichnis.

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