Was ist das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ)?

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Lernen fürs Leben!

Ob als Berufsorientierung, Persönlichkeitsentwicklung, Überbrückung eines Wartejahres, Praxisjahr zwischen Matura und Studium oder als Zivildienstersatz: das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) sorgt für eine unvergessliche Zeit, eine unglaubliche Horizonterweiterung und für eine wichtige Zeile im Lebenslauf.

FSJ – Was ist das?

Meistens sind es Jugendliche zwischen 18 und 24 Jahren, die sich für das FSJ interessieren. Ihre Motivationen sind vielfältig: Überbrücken der Zeit zwischen Matura und Ausbildung, Auszeit nach einer starken Zeit des Lernens, Sammeln von Erfahrungen im Sozialbereich, Überprüfen der Eignung oder Berufung für einen Job im jeweiligen sozialen Handlungsfeld, Ersatz für den Zivildienst, …

2018 bewarben sich rund 1000 Jugendliche um eine Stelle beim FSJ, rund 600 von ihnen konnten an eine Einsatzstelle weitervermittelt werden.

Nach Bewerbung und Auswahlverfahren starten die jungen Erwachsenen entweder im September oder Oktober ihren freiwilligen Dienst für jeweils zehn bzw. elf Monate. Die sozialen Einrichtungen in denen sie sich engagieren haben mit Menschen mit physischen oder psychischen Beeinträchtigungen, mit alten Menschen sowie mit Kindern oder Jugendlichen zu tun.

Zurzeit starten die Vorstellungsgespräche für den FSJ Jahrgang 2019/20. Bewerbungen sind jederzeit möglich!

Ein Freiwilliges Soziales Jahr ist mehr …

… als nur Dienste in Sozialeinrichtungen zu leisten. Wesentlich ist die pädagogische und fachliche Begleitung der Freiwilligen durch die ReferentInnen des FSJ, SupervisorInnen und Fachkräfte aus den verschiedenen Handlungsfeldern. In Selbsterfahrungsgruppen, Seminaren und Exkursionen setzen sich die Jugendlichen mit ihren Erfahrungen auseinander und haben die Möglichkeit, Neues zu lernen. Dafür stehen während der zehn- bzw. elfmonatigen Einsatzdauer 18 Seminartage zu Verfügung.

Win – win – win Situation

Von einem Freiwilligen Sozialen Jahr profitieren im Idealfall alle Beteiligten. Da sind zuerst die Menschen in den jeweiligen Einrichtungen, die es schätzen von jungen und motivierten Freiwilligen begleitet zu werden. Dann die Sozialeinrichtungen, die nicht nur engagierte Jugendliche, sondern in vielen Fällen auch künftige MitarbeiterInnen gewinnen. Schließlich sind es die Freiwilligen selbst, die während ihres Einsatzes ihre Fähigkeiten entdecken und entwickeln, an Herausforderungen wachsen und durch ihr Arbeiten in Teams und Gruppen lernen was einen guten Arbeitsplatz ausmacht.

Nicht zuletzt profitiert unsere Gesellschaft vom Engagement der Jugendlichen, da es oftmals Menschen mit diesen Erfahrungen sind, die sich später für soziale Anliegen engagieren. Sie haben in ihrem freiwilligen Jahr gelernt, dass es Sinn macht, wenn sie sich für andere einsetzen.

FSJ als Qualifikation

Im langjährigen Schnitt entscheiden sich rund 80% der Freiwilligen im Anschluss an das FSJ für eine Ausbildung in einem sozialen oder pädagogischen Beruf. Viele Fachhochschulen oder Studienrichtungen, denen einschlägige Praxiserfahrungen ihrer StudentInnen wichtig sind, sehen das FSJ als wesentliche Zusatzqualifikation im Rahmen der Aufnahmeentscheidungen.

Was Ehemalige über das FSJ sagen …

Da ich letztes Jahr keinen Studienplatz bekommen habe, habe ich mich für das FSJ entschieden, das eine großartige Erfahrung war und mich bestärkt hat, dass der Sozialbereich genau das richtige für mich ist (Maria H., 19 Jahre, Steyr)

Das FSJ hat mir bei der Bewerbung für den Studiengang Physiotherapie sicher viele Pluspunkte, Wissen und Erfahrungen gebracht. Außerdem habe ich so viel fürs Leben gelernt, wofür ich sehr dankbar und glücklich bin. (Jakob T., 22 Jahre, Linz)

 Ich erlebte kompetente Betreuung und traf tolle, spannende und hilfsbereite Leute (Anna M., 23 Jahre, Ried)

 Es war ein super Team. Ich habe tolle Erfahrungen gemacht und bin in meiner Persönlichkeit gewachsen. (Martina W., 18 Jahre, Freistadt)

Factbox für Interessierte

Einsatzdauer: 10/11 Monate (incl. 18 Seminartage, 21/23 Tage Urlaub), max. 34h/Woche

Taschengeld: 245 Euro/Monat netto

Sozialleistungen: Sozialversicherung, Familienbeihilfe, Jugendticket, Verpflegung & Unterkunft

Anrechenbar als Zivildienst

Gewinn: Erfahrungen und Begegnungen mit Menschen, Einrichtungen, … und mir selbst.

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