Richtig bewerben bei einer NGO

Richtig bewerben bei einer NGO

Richtig bewerben bei NGOs: Professionelles Auftreten gefragt

Du möchtest einen sinnvollen Job, bei dem es nicht nur um das Einkommen geht? Gute Nachricht: Das Stellenangebot bei NGOs wächst ständig. Dementsprechend gut sind Deine Chancen bei einer Bewerbung. Allerdings bedeutet soziales Engagement und Eintreten für nachhaltige Ziele nicht, dass ein hemdsärmeliges Auftreten Erfolg verspricht. Ganz im Gegenteil: Auch bei NGOs zählt professionelles Auftreten.

Häufige Frage: Wie bewerbe ich mich richtig?

Unser Team von NGOjobs ist regelmäßig auf verschiedenen Messen für Beruf und Karriere mit einem Stand vertreten. Häufig werden wir dabei gefragt: „Wie bewerbe ich mich richtig bei einer NGO?“ Im Prinzip gilt es dabei, alle Richtlinien für eine normale Bewerbung zu beachten.

Heutzutage zählt für viele Berufsanfänger*innen und auch erfahrene Profis Nachhaltigkeit mehr als Profitgier. Wer möchte nicht mit Dienste in Übersee oder HORIZONT3000 andere Kulturen entdecken oder für Greenpeace aufregende Abenteuer bestehen? Stellen im NGO-Bereich sind häufig attraktiv und interessant. Auf jeden Fall erfüllen sie Dein Berufsleben mit Sinn.

Bewerbung: Der erste Eindruck zählt

Dementsprechend viele Bewerbungen bekommen die Verantwortlichen – unabhängig davon, ob es sich um eine Vollzeitstelle oder einen Praktikumsplatz handelt. Deshalb zählt bei Deiner Bewerbung der erste Eindruck.

Ein schmeichelndes und professionelles Bewerbungsfoto ist Deine Chance, um die Aufmerksamkeit auf Deine Bewerbung zu ziehen. „Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte.“ Dieser Spruch trifft besonders bei Bewerbungen zu. Eine Krawatte kann jedoch übertrieben wirken. Ein Hemd sieht auf einem Bild aber besser aus als ein T-Shirt.

Doch das Foto ist nur Deine Eintrittskarte. Rechtschreibfehler oder fehlerhafte Formatierung beim Lebenslauf können einen positiven ersten Eindruck schnell zunichte machen.

Abgesehen von den Formalitäten zählen bei einer Bewerbung für eine Nichtregierungsorganisation Deine Persönlichkeit und Deine Motivation – häufig genau so viel wie Dein Studium oder Deine bisherige Karriere. Dein Schreiben sollte also so schnell wie möglich zum springenden Punkt kommen.

Leistungen darstellen, Superlative vermeiden

Stelle anschaulich dar, warum Du Dich mit den Zielen einer Organisation identifizieren kannst. Idealerweise kannst Du belegen, dass Du Dich in diesem Bereich bereits engagiert hast. Wichtig ist, dass Du Deine bisherigen Leistungen aufzeigst – ohne wie ein*e Angeber*in zu wirken. Superlative vermeidest Du auf jeden Fall besser. Auch die besten Noten oder ein Spitzenplatz beim Abschluss zählt weniger als persönliches Engagement.

Arbeit im Nonprofit-Sektor ist immer Einstellungssache. Dementsprechend hoch sind die Erwartungen. Einsatzbereitschaft über das übliche Maß hinaus ist in diesem Bereich normal – deshalb solltest Du das auch in Deiner Bewerbung bereits signalisieren.

Wichtig: Soziale und emotionale Kompetenz

Mehr als gute Noten zählt bei der Arbeit für eine NGO soziale und emotionale Kompetenz. Teamwork und Kommunikationsfähigkeiten sind bei Nonprofit-Organisationen ungemein wichtig. Hast Du bereits einmal Kinder trainiert oder in einem Senior*innenheim ausgeholfen? Das sind Erfahrungen, die Du auf jeden Fall in Deiner Bewerbung anführen solltest.

Auslandserfahrungen und Sprachfähigkeiten sind ebenfalls wichtig, da viele NGOs global vernetzt sind. Englischkenntnisse in Wort und Schrift setzen viele Organisationen voraus. Manche verlangen sogar Kenntnisse in mindestens zwei Fremdsprachen. Werden in einer Stellenausschreibung Sprachkenntnisse angegeben, bereitest Du Dich besser auf ein englisches Vorstellungsgespräch vor.

Die Zahl der NGOs wächst seit Jahren ständig und ein Ende dieser Entwicklung ist nicht in Sicht. Zu groß sind die nationalen und internationalen Probleme, um sie alleine den Regierungen zu überlassen. Große Organisationen wie Amnesty International oder Four Paws werden genau so professionell und strukturiert wie profitorientierte Unternehmen geführt.

Professionell, aber nicht zu formell

Deshalb ist Professionalität bei der Arbeit und auch bei der Garderobe ungemein wichtig. Allerdings solltest Du nicht zu formal auftreten. Anzug und Krawatte oder ein Businessanzug wirken etwas zu steif bei einem Vorstellungsgespräch. Eine Jeans oder Chinohose zu einem guten Sakko und Hemd oder Bluse mit offenem Kragen sind ein guter Mittelweg.

Nichtregierungsorganisationen leben davon, dass ihre Mitarbeiter*innen glaubwürdig und ihre Aktionen transparent sind. Neben Fundraising spielen Marketing, Vertrieb, Personalführung und Finanzbuchhaltung heute in allen NGOs eine wichtige Rolle – selbst in kleinen Organisationen, die nur wenige Angestellte haben.

Neben Sozialwissenschaftler*innen brauchen NGOs auch Fachkräfte, die einen wirtschaftlichen Abschluss vorweisen können. Ingenieure und IT-Spezialisten sind ebenfalls stark gefragt. Gemeinsam sorgen sie für reibungslose Organisation und ermöglichen es, dass ideelle Ziele verfolgt werden können.

Schnelle Karriere möglich

Kommunikation und Teamfähigkeit sind für NGOs ebenso wichtig wie Flexibilität. Darauf kommt es vor allem bei kleineren Organisationen an. Berufseinsteiger sehen sich häufig damit konfrontiert, dass sie mehrere Aufgaben gleichzeitig übernehmen müssen. Improvisation und Innovation sollten also keine Fremdworte für Dich sein. Dafür kommst Du oft auch schnell voran. Nicht selten kann der Karriereschritt zur Geschäftsführung oder Vorstand bei einer kleinen NGO erstaunlich kurz sein.

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